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Braunschweig

Demenz darf kein Randthema bleiben

Feb. 13, 2026 #CDU Ratsfraktion
  • Umsetzung beschlossener Maßnahmen zur Demenzversorgung gefordert
  • Umfassende Anfrage für den Ausschuss für Soziales und Gesundheit eingebracht

BRAUNSCHWEIG (13. Februar 2026). Das Thema Demenz ist durch zahlreiche Initiativen der CDU-Ratsfraktion in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil der Beratungen im Ausschuss für Soziales und Gesundheit geworden. Nun legt die Fraktion eine weitere umfassende Anfrage vor, die den aktuellen Umsetzungsstand sämtlicher Beschlüsse und Initiativen zum Themenfeld Demenz abfragt.

Bereits 2024 lebten in Braunschweig rund 5.500 Menschen mit einer Demenzerkrankung. Inzwischen dürfte die Zahl bei etwa 6.000 bis 6.500 liegen – Tendenz steigend. Hinzu kommen tausende Angehörige, die Pflege und Betreuung übernehmen. Eine Heilung ist bislang nicht möglich, der Krankheitsverlauf kann lediglich verzögert werden.

„Demenz ist eine der großen sozial- und gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit“, erklärt Heidemarie Mundlos, Ratsfrau der CDU. „Wir haben früh erkannt, dass hier kommunales Handeln gefragt ist – und wir werden nicht nachlassen, bis die beschlossenen Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt sind.“

In den vergangenen sechs Jahren hat die CDU-Fraktion zahlreiche Anfragen und Anträge eingebracht – von der Verbesserung der Diagnostik über alternative Wohnformen wie Dementen-Wohngemeinschaften bis hin zur stufenweisen Optimierung der gesamten Versorgungsstruktur. Auch das von der CDU angestoßene Dialogforum Demenz hat weiteren Handlungsbedarf deutlich gemacht.

Trotz klarer Ratsbeschlüsse sieht die CDU weiterhin erhebliche Defizite – etwa beim Ausbau ambulant-gerontopsychiatrischer Pflegedienste, bei niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten oder bei der Einrichtung eines spezialisierten Diagnostikzentrums für das Oberzentrum Braunschweig.

„Beim Thema Demenz bedeutet Stillstand Rückschritt“, betont Thorsten Wendt, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. „Angesichts steigender Neuerkrankungen reicht es nicht, bestehende Angebote zu verwalten. Wir erwarten von der Verwaltung eine konsequente Umsetzung der Ratsbeschlüsse und eine klare Strategie für eine demenzfreundliche Kommune.“

Mit ihrer Anfrage fordert die CDU unter anderem Auskunft darüber, welche neuen Wohn- und Unterstützungsangebote seit 2020 entstanden sind, wie die Nationale Demenzstrategie vor Ort umgesetzt wird und welche konkreten Schritte zur weiteren Verbesserung der Versorgung geplant sind.

Für die CDU ist klar: Demenz darf nicht im Schatten anderer Themen stehen. Eine älter werdende Stadtgesellschaft braucht verlässliche Strukturen, koordinierte Hilfsangebote und politische Prioritätensetzung – jetzt.