Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) kritisiert den Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) zum bevorstehenden CDU-Bundesparteitag, mit dem das gesetzlich verankerte Recht auf Teilzeit erheblich eingeschränkt werden soll.
„Der Antrag arbeitet mit Unterstellungen und trifft am Ende die Falschen: Beschäftigte in belastenden Lebenslagen, Familien und Menschen in Niedriglohnbereichen“, erklärt der CDA-Kreisvorsitzende aus Braunschweig, Thorsten Wendt.
„Wer Teilzeit pauschal als ‚Lifestyle‘ etikettiert, verkennt die Lebensrealität vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und spaltet die Belegschaften.“
Teilzeit entstehe in der Praxis selten aus Bequemlichkeit, betont die CDA.
Vielmehr seien fehlende Kinderbetreuungsangebote, Pflegeverantwortung, gesundheitliche Einschränkungen oder der Mangel an Vollzeitstellen die eigentlichen Ursachen. „Wenn wir wirklich mehr Arbeitsstunden mobilisieren wollen, dann brauchen wir bessere Rahmenbedingungen“, betont Wendt. „Dazu zählen verlässliche Kinderbetreuung, eine tragfähige Pflegeinfrastruktur, Weiterbildungsmöglichkeiten und Arbeitszeitmodelle, die zur Rückkehr in Vollzeit befähigen – und nicht durch pauschales Misstrauen abschrecken. Teilzeit auf Pflege und Kinder begrenzen hieße auch zu definieren, bis zu welchem Alter und welchem Pflegegrad dies als nötig erachtet wird. Das kann und soll jede Familie für sich selbst entscheiden. Aus guten Gründen haben wir uns als CDU immer für maximale Wahlfreiheit ausgesprochen.”
Die CDA bekennt sich klar zum Recht auf Teilzeit und fordert: Wahlfreiheit statt Misstrauen. Teilzeit darf nicht zur Falle werden – sondern muss Teil moderner Arbeitsrealitäten bleiben.Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Sozialflügel der CDU. Ihre Mitglieder engagieren sich vor allem in Feldern der Sozialpolitik wie Arbeitsmarkt, Rente, Pflege und Gesundheit. Weitere Infos stehen im Internet auf www.cda-bund.de.

